
Ver.di befindet sich zur Zeit in der Tarifauseinandersetzung im Bereich des Öffentlichen Dienst.
Am vergangenen Donnerstag waren sich die Kolleginnen und Kollegen einig und führten die ersten Warnstreiks durch.
Die Berichterstattung und Fotos zu den Warnstreiks findet ihr hier
Die Forderungen der Bundestarifkommission von Ver.di findet ihr hier
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Solidaritätserklärungen
Nr. 1
Die Studierenden der Hochschulgruppen UFO, campus:grün, Guerilla Girls, alternative liste und Jusos solidarisieren sich mit dem Warnstreik der MitarbeiterInnen des Kölner Studentenwerks. Wir bemängeln ebenfalls die Arbeitsbedingungen und die zutiefst ungerechte Bezahlung der Angestellten des Studentenwerks. Täglich wird von den MitarbeiterInnen in der Mensa und anderswo hervorragende Arbeit geleistet ohne einen angemessenen Lohn zu erhalten, um sich ihr Leben ausreichend finanzieren zu können.
Zeitgleich kritisieren wir, dass die amtierende Landesregierung die öffentlichen Zuschüsse für die Studentenwerke weiter gekürzt hat und MitarbeiterInnen und Studierende darunter leiden. Die Konsequenz von
steigenden Lohnkosten darf nicht sein, dass diese Kosten an die Studierenden weitergegeben werden, stattdessen fordern wir die Landesregierung auf, wieder für eine ausreichende Finanzierung der Studentenwerke zu sorgen.
Nr. 2
Solidarität mit den Angestellten der Kölner Studentenwerke
Der AStA der FH Köln ist im Namen der Studierendenschaft der Fachhochschule solidarisch mit den Angestellten der Kölner Studentenwerke und unterstützt sie, ihren Forderungen durch einen Warnstreik Nachdruck zu verleihen!
Es zeichnet sich ab, dass die Gesellschaft immer stärker geteilt wird. Die soziale Benachteiligung jener gesellschaftlichen Gruppen, die von Entscheidungen der Regierenden abhängen und keine mächtige Lobby haben, wächst immer mehr. Begründet wird dies in der Regel mit der Weltfinanzkrise. Doch es wird am falschen Ende gespart. Weder eine angemessene Bezahlung der Angestellten, noch eine umfassende öffentliche Finanzierung der Sozialsysteme begründen die Krise. Im Gegenteil: wenn die Grundlagen der solidarischen Gesellschaft abgebaut werden, führt das dazu, dass sich die Krise noch verschärft. Und eine Krise kann nur nachhaltig überwunden werden, wenn der gesellschaftliche Zusammenhalt gepflegt wird.
Das allgemeine Wohl, auf welches Arbeitsbedingungen unmittelbaren Einfluss haben, ist eine zentrale Komponente des Fundaments einer demokratischen Gesellschaft. Ferner kann alleine eine formale Chancengleichheit im 21. Jahrhundert keine Grundlage für Gerechtigkeit sein! Starke Schultern müssen mehr tragen! Wie kann es sein, dass zwar genug Geld da ist, ohnehin Bessergestellte zu entlasten, es aber nicht finanzierbar ist, einkommensschwachen Menschen zu helfen, Perspektiven zu erlangen und ihre Rolle in der Gesellschaft mit Heiterkeit wahrzunehmen?
Wir unterstützen die Angestellten in ihren Forderungen nach
– einer Einkommenserhöhung mit sozialer Komponente, welche insbesondere die unteren Entgeldgruppen profitieren lässt,
– einer Verlängerung der Altersteilzeitregelung, damit Angestellte mit gesundheitlichen Problemen halbwegs gesichert aussteigen können und
– einer verbindlichen Übernahme von Ausgebildeten für eine Dauer von mindestens 24 Monaten!
Wir stehen Seite an Seite in unseren Anliegen! Wir stehen gemeinsam ein für eine solidarische Gesellschaft, in der alle Menschen in Würde leben können! Wir führen den gleichen Kampf! Wir fordern die Politik auf, die Schwachen zu stärken und sich für das Allgemeinwohl einzusetzen!
UNSERE BILDUNG, UNSER ESSEN, UNSER ARBEITSKAMPF!